Das Paradoxon

Juli 8, 2014
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Ich glaube daran, dass der Schlüssel zu vielen Türen im Leben in erster Hinsicht die Liebe und das Vertrauen zu sich selbst ist.

Und ich finde es unendlich traurig, dass genau das vielen jungen Menschen –vor allem jungen Frauen, fehlt. Nach einem langen Weg aus einer Krankheit, die einem genau das fast unmöglich macht, habe ich endlich, endlich mein Weg gefunden mich selbst und die Welt zu lieben, zu akzeptieren und an mich und meine Fähigkeiten zu glauben. Und es ist fast magisch wie viele Türen ich in kürzester zeit geöffnet habe, aber das ist eine andere Geschichte.


In diesem Blogbericht möchte ich über etwas schreiben, was mein ganzes Leben verändert hat. Und mir geholfen hat, die Liebe und die Verbindung zu mir selbst wieder zu finden. Wo soll ich anfangen?  Es begann vor zwei Jahren. Ich  bin irgendwann zu dem Entschluss gekommen, dass ich als autonomes Wesen selber bestimmen möchte was ich esse, oder auch nicht.  Meine Devise zur dieser Zeit war das Abnehmen, um jeden Preis. Was habe ich nicht alles gemacht. Nur Kohlenhydrate, nur Fett dann wieder doch nur Fleisch. Die erwartete Euphorie und das steigernde Selbstbewusstsein waren leider keine Nebenwirkung.Dafür Schwindel und Konzentrationsstörungen. So ging das etwa einige Zeit lang, und es war nicht schön.  Bis ich eine Dokumentation über die Haltung von Pute gesehen habe. Vor meinen Augen dieses Bild, von dieser Pute, die kein Kopf mehr hatte und trotzdem blutübergossen herumzappelte. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Wunsch völlig vegan oder zumindest vegetarisch zu leben am größten.  Mit völlig meine ich, dass ich für mich selbst seit etwa einem Jahr kein Fleisch mehr zubereite.

Hier bin ich nun, lebe seit genau 10 Tagen vegan, und fühle mich besser den je zuvor. Warum? Nun, ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass Tiere ein Teil des Ganzen sind. Ein Teil von dem was uns ausmacht, ein Teil dieser Erde. Die Erde braucht die Tiere und uns am wenigsten. Jetzt mag der Einwand kommen, dass Tiere ebenfalls Fleisch fressen. Und das ist wahr, aber Tiere fressen Fleisch um zu überleben, nicht aus Lust wie wir Menschen. Und ich bin der festen Überzeugung, dass wir Menschen ohne den verzerr von Fleisch überleben können. Lebende Beweise gibt es reichlich.  Der Gedanke daran, dass kein Lebewesen leiden musste, um mich zu sättigen ist hierbei für mich eines der wichtigsten. Mit leiden meine ich nicht in erster Linie die Tötung an sich, sondern die Tatsache das  Lebewesen, unter miserablen und unnatürlichen Bedingungen leben müssen, dass sie keine Zeit bekommen sich zu entwickeln, und aus diesem Grund Fehlbildungen besitzen.  Das Immunsystem dieser Tiere entwickelt sich daher ungenügend, dieses Manko wird durch hohe Mengen an Antibiotika versucht wieder Gut zu stellen. Manche Tiere sind zusätzlich schwerer als ihre unterentwickelte Knochen und Muskulatur sie tragen kann, sodass sie kaum noch laufen geschweige denn stehen können. Und das Essen wir. Genau das. Wir essen Lebewesen die kaum Lebensfähig sind um uns am Leben zu halten. Paradox oder?

Ich möchte nicht aus allen Menschen Veganer oder Vegetarier machen. Ich möchte nur das Bewusstsein schärfen. Das Bewusstsein für das, womit wir unseren Körper füttern. Ich möchte nicht sagen, dass man komplett auf Fleisch verzichten soll, diese Entscheidung kommt von Innen und kann und darf nicht aufgezwungen werden. Ich möchte nur an den gesunden Menschenverstand appellieren,  genauer hinzuschauen woher man das Fleisch kauft und den eigenen Fleischkonsum zu überdenken. In diesem Sinne, guten Appetit. 

                                                                   Nella  ♣



 

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